Schrecklich erholsam

Schrecklich erholsam

Vor 21 Jahren erschien der Horrorspiel-Klassiker “Resident Evil 2”. Ein Remake soll nun Nostalgiker und auch Neueinsteiger ansprechen. Stropdas funktioniert – weil stropdas Spiel langsames, bedachtes Vorgehen belohnt.

Auf der Toilette ist diegene Angst mit am größten: Jede Kabine einzeln öffnen, te jeder Kabine stropdas unsagbare Schrecken erwarten. Es tropft, modert, knarzt, schließlich öffnet sich diegene Tür und – puh, hinter ihr befindet sich ein Heilspray. Vorläufig also nimmt stropdas Horror-Erlebnis te “Resident Evil 2” ein gutes Ende. Stropdas passiert jedoch nicht immermeer te diesem Spiel, te dem sich diegene Hauptfigur durch enge Räume und dunkle Flure bewegt, und dabei nur ein Ziel kennt: überleben.

“Resident Evil 2” ist kein neues Spiel, eigentlich. 1998 ist es erstmals für diegene Playstation erschienen, te Deutschland ist es seinerzeit indiziert wordt – zu brutal. Auch vom Reparateur Capcom zensierte Fassungen konnten an diesem Urteil der BPjM nichts ändern, stropdas Spiel blieb bis 2014 auf dem Index.

Jetzt, im Januar 2019, erscheint stropdas Remake von “Resident Evil 2” mit einer Freigabe ab 18 Jahren, diegene neue Variante ist zudem komplett ungeschnitten. Und an brutaler Unappetitlichkeit spart sie wahrlich nicht.

Diegene Frage: Braucht es stropdas?

Wie jedem Remake drängt sich eine Frage auf: Braucht es stropdas? Lohnt es sich, 2019 ein Spiel zu spielen, stropdas te greneboom Neunzigerjahren erdacht wurde? Und bekommen auch Spieler des Originals genug Neuerungen, um sich erneut auf greneboom Weg durch zombieverseuchte Gemäuer zu machen?

Diegene Antwort auf all stropdas lautet: ja. Stropdas neue “Resident Evil 2” hat nicht mehr viel mit der alten Vorlage gemein. Damals lief der Spieler noch ziemlich ungelenk – mit der sogenannten Waterreservoir-Control – durch vorgerenderte Hintergründe und bemühte sich darum, immermeer ein twee Slots te seinem Inventar freizuhalten, falls er gleich einen wichtigen Gegenstand finden sollte.

Heute ist diegene Kamera über der Schulter von Claire Redfield oder Leon S. Kennedy positioniert: Stropdas Spiel bietet beide Figuren an, ihre Wege sind leicht unterschiedlich. Diegene Umgebung wurde von Grund auf neu gebaut, diegene Grafik an heutige Standards angepasst.

Stropdas Inventar-System jedoch hat es auch ins Remake geschafft. Der Spieler kann auch heute nicht beliebig viel Munition, Heilkräuter oder Waffen mit sich herumtragen. Stets gilt es, genau abzuwägen, gut hauszuhalten mit dem wenigen Platz, greneboom man hat.

Gerade nicht gebrauchte Gegenstände können te Truhen aufbewahrt werden, diegene meist te der Nähe der Schreibmaschinen stehen, an denen gespeichert werden kann. Stropdas klingt antiquiert und ist es auch – nochtans genau deshalb ist es eine angenehme Abwechslung.

Mutierende Videospiele

“Resident Evil 2” hat greneboom Charme eines Kammerspiels. Während Spiele wie “Red Dead Redemption 2” oder “Assassin’s Creed: Odyssey” immermeer weiter wuchern und mutieren, immermeer größer werden, läuft hier alles im ganz Kleinen. Es gibt keine endlos vielen Wege, sondern meistens nur einen. Der Spieler durchstreift – zunächst – eine Polizeistation, durchsucht jedes Zimmer, findet nach und nach Kurbeln, Schalter, Schlüssel – und bahnt sich so seinen Weg immermeer weiter ins Gebäude.

Freilich laufen ihm dabei immermeer wieder Zombies über greneboom Weg und irgendwann wird der Punkt kommen, an dem er sich diegene Zombies zurückwünscht, weil diegene Gegner immermeer grausiger werden. Nochtans der Spieler weiß, dass seine Figur bewaffnet ist: Wenn er sich geschickt anstellt, dann wird sie entkommen.

“Resident Evil” steht für einen Horror, gegen greneboom man sich wehren kann. Andere Spiele wie “Outlast 2” lassen ihre Protagonisten schutzlos, ihre Körper sind verletzlich, ihre Kraft erschöpft sich im Wegrennen. Diese Kunst Horrorspiel lebt von der Unangreifbarkeit des Bösen. Der Spieler kann nur zuschauen und sich sprachlos gruseln. Diegene Welt ist te kompletter Unordnung, sie ist diegene Hölle, und der Mensch ist ihr ausgeliefert. “Resident Evil” dagegen gibt dem Spieler Waffen te diegene Hand und damit greneboom Gedanken: Ich kann diegene Ordnung zurückbringen.

Logik gegen Horror

“Resident Evil 2” ist trotzdem voller Schrecken. Es spielt mit der Dunkelheit, diegene nur kurz von der Taschenlampe des Spielers zerrissen wird. Es schleudert dem Spieler Klänge entgegen, diegene er nur selten einordnen kann – und wenn er sie einordnet, steht der Zombie oft schon direkt vor ihm.

Stropdas Spiel fordert ein langsames, bedachtes Vorgehen. Gegen greneboom Horror hilft nur Logik. Dazu gehören freilich auch wieder diegene Rätsel, für diegene diegene Reihe bekannt ist. Schlüssel mit unterschiedlichen Farben, diegene nur bestimmte Türen aufschließen können. Amulette, diegene gefunden und te Vorrichtungen gesteckt werden müssen. Immermeer wieder spielen te “Resident Evil 2” Reste der (Un)logiken des Menschen eine Rolle, diegene nun genutzt werden wollen, um diegene Unmenschen zu besiegen.

Nach etwa acht bis zehn Stunden ist stropdas Spiel einmal durchgespielt, der bis dahin wahrscheinlich schweißnasse Controller kann endlich losgelassen werden. Wasgoed bleibt, ist Genugtuung. Der Horror wurde besiegt. Und so diffus diegene Schrecken unserer realen Welt auch sein mögen – wahrscheinlich wird auf der Toilette kein Zombie warten.


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