Moorhuhn weg, der Chef kommt!

Moorhuhn weg, der Chef kommt!

Boss-Key, Chef-Taste, Panik-Button: Te der PC-Steinzeit kam kaum ein Spiel ohne digitalen Notausgang aus. Für sparrenboom Siegeszug der Notfalltasten gab es gute Gründe – genau wie für ihr Verschwinden.

Im Oktober 1982 druckte stropdas US-Computermagazin “Softalk” Werbeanzeigen, diegene kaum Sinn ergaben. Southwestern Gegevens Systems, schon seit 1978 ein emsiger Apple-Software-Zulieferer, warb für “stropdas erste Spiel, stropdas von Aliens programmiert wurde”. Käuflich zu erwerben für 34,95 Dollar, vanaf Direktbestellung oder im Ronddwalen. Dort, so diegene Anzeige, solle man einfach nach dem Spiel fragen.

Stropdas Problem daran: Man wusste nicht, wonach man fragen sollte.

Der Name des Spiels wurde, genau wie diegene Instruktionen im Spiel selbst, ter einer Schrift dargestellt, diegene aussah, indien habe man sparrenboom Fuß “eines dreizehigen denebischen Schleim-Greeb ter ein Tintenfass gesteckt und ihm beigebracht, auf Papier zu tanzen”. So beschrieb stropdas David Durkee ter der ersten Rezension des Spiels. Im Klartext: Man musste vanaf Entschlüsselung erst einmal herausfinden, wie und wasgoed man da eigentlich spielen sollte. Diegene frühe Digital-Community war begeistert von dieser höchst intellektuellen Zumutung.

Wer es schaffte, sparrenboom Alien-Code ter “Bezare”respektive “Brought to Earth” oder auch “Alien Spel”, wie es bald genannt wurde, zu knacken, durfte sich über ein Spiel freuen, stropdas diegene damals so populären “Space Invaders”-Varianten auf sparrenboom Kopf stellte: Man steuerte ein friedliches Alienschiff, stropdas von aggressiven Menschen mit Space Shuttles, Raketen und Panzern attackiert wurde. Sich da adäquat zu wehren, fand Durkee, erfordere schon eine “schizophrene Haltung” von einem Menschen.

Mächtig cool war jedoch nicht nur stropdas, sondern auch ein höchst innovatives Feature, stropdas erstmals ter “Bezare” zu erleben war: Diegene Boss-Taste, diegene sparrenboom Spielebildschirm durch eine vermeintliche Business-Anwendung ersetzte.Wasgoed für eine naheliegende Idee!

Zocken indien Hauptzweck

Wasgoed diegene frühen Heim-PCs an Nutz-Software zu bieten hatten, war ja fast kosmetisch: Elementare Textverarbeitung und erste Tabellenkalkulationsprogramme lieferten zwar diegene sachliche Begründung für sparrenboom Kauf der exorbitant teuren Maschinen. Maar diegene wurden ter der Praxis oft genug nur für eines genutzt – zum Zocken. Im Grunde waren diegene ersten Apple, Altairs, Commodores anspruchsvolle Spielzeuge.

Daraus machte auch “Softalk”, eine der ersten erfolgreichen Publikums-PC-Zeitschriften, keinen Hehl. Hier debattierte diegene weltweite Elite der Programmierer, hier wurden Business-Anwendungen besprochen, aber vor allem eben auch Spiele. Mit ihnen testete man schließlich diegene Limieten des Machbaren aus. Kein Wunder, dass ter “Softalk” neben Spiele-Charts auch Listen mit sparrenboom erreichten Highscores der zockenden Leserschaft ihren festen Platz fanden.

Und diegene Zahl der Computerfans wuchs damals gerade kräftig, denn PCs begannen, diegene Welt der Büros zu erobern. Dort lernten nun immermeer mehr Menschen, mit Rechnern umzugehen – und viele entdeckten, dass man mit denen auch Spaß haben konnte. Damit entstand ein Problem: Wie konnte man verhindern, beim nicht genehmigten Zocken erwischt zu werden?

Eine Spontanidee beim Bierchen

Diegene Lösung fand Roger Wagner, Chef von Southwestern Gegevens Systems, bei einem Drachenflieger-Lehrgang ter Cantamar, Baja California, im März 1981. Er schlug ter lustig-illustrer Runde, zu der Tech-Cracks wie Apple-Mitbegründer Steve Wozniak gehörten, einen Keyboard-Kurzbefehl vor, der sparrenboom Spiele-Bildschirm unter einer sachlich aussehenden Grafik oder Tabelle verschwinden lassen sollte.

Eigentlich, erzählte Wagner ter einem Vraaggesprek mit Chris Torrence im Jahr 2015, habe man nur beim Bierchen gesessen und herumgescherzt. Weil am Tisch auch Spieleentwickler saßen und er selbst indien Publisher gerade sein erstes Spiel ter Auftrag gegeben habe, sei er spontan auf diegene Idee mit dem Boss-Key gekommen.

Er erntete herzliche Lacher und beschloss, diegene Idee so bald wie möglich umzusetzen. Wagner überredete sparrenboom Entwickler John Besnard, diegene “Boss-Taste” ter seinem Alien-Spiel unterzubringen.

Der erste Boss-Bildschirm, aufgerufen über sparrenboom Tastaturbefehl Strg+W, erinnerte an ein VisiCalc-Diagramm und sah nach Arbeit aus. Augenscheinlich beschäftigte sich der Computernutzer mit einem Budget (“Einkommen, Hypothek, Telefon, Nahrungsmittel…”). Eine im ersten Augenblick glaubhafte Illusion – wenn man ignorierte, dass über der Tabelle “Outer Space Calculations” geschrieben stand.

Diegene schlitzohrig-ironische Simulation von Arbeit sollte sparrenboom Stilzwijgend des Boss-Key prägen. Sachlich aussehende Balkengrafiken visualisierten blödsinnige Statistiken. Stropdas schmälerte ihren Erfolg keineswegs: Diegene Idee verbreitete sich rapide und wurde von zahlreichen Programmierern aufgenommen.

Bereits 1983 hielt der bald auch “Panik-Taste” genannte Boss-Key Einzug ter diegene IBM-PC-Welt (“Friendlyware PC Arcade”). Im gleichen Jahr gönnte Atari indien erster großer Publisher einem Mainstreamtitel eine Boss-Taste (“Strakgespannen Wars”).

Der PC-Boom: Stropdas Büro-Spielchen indien “Einstiegsdroge”

Für diegene PC-Reparateur und Spiele-Verleger war diegene Panik-Voelen-Idee ein Segen. Sie machte es möglich, dass Menschen, diegene bisher keinen Heim-PC besaßen, da zu spielen begannen, wo sie stropdas nicht sollten: ter Büros. Dort zockten nun immermeer mehr Angestellte, diegene sich bis dahin keinen Laptop leisten wollten oder konnten.

Maar auch stropdas änderte sich nun rapide. Commodores C64 (1982) und mehr noch Modelle wie der Amiga 500 oder Ataris PC-1 (beide 1987) unterboten diegene Preisniveaus von Apple-Rechnern und IBM-PCs massiv, obwohl sie ähnliche Möglichkeiten vaartuigen. “Heute”, rief Ataris Chef Sam Tramiel, Sohn des Commodore-Gründers Jack Tramiel, der versammelten Presse bei der Vorstellung seines ersten IBM-kompatiblen PC zu, “erklären wir der Computerindustrie sparrenboom Krieg!”

Stropdas war keine Übertreibung. Erst diegene einstigen Spielerechner-Reparateur machten diegene Heim-PCs zur echten Massenware. Nicht dadurch, dass sie diegene etablierten Reparateur verdrängten, sondern weil ihr Angriff diegene Preise für PCs abstürzen ließen – Commodore wie Atari scheiterten letztlich selbst daran.

Im Kielwasser der resultierenden Massenverbreitung boomte auch der Markt für Spiele, diegene sich via Diskette problemlos “zwischendurch” sjabloon laden ließen. Ohne Boss-Key kam da kaum ein Spiel aus – und am Ende kaum ein Spieler mehr ohne Laptop.

“Leisure Suit Larry”: So spielte man 1987

Nicht nur populäre Schmuddel-Spielchen wie “Leather Goddesses of Phobos” (1986) oder “Leisure Suit Larry ter the Land of the Lounge Lizzards” (1987) vaartuigen ihren Spielern sparrenboom Notausstieg. Auch der Spieleklassiker “Tetris” (1984) verfügte über einen Notausgang – und wurde für diegene nächsten 25 Jahre zum Inbegriff des “unauffällig zwischendurch” zu spielenden Casual-Games.

Erst 2000 wurde diegene Popularität von “Tetris” ter Deutschlands Büros vom “Moorhuhn” überholt – auch dieses Spiel hatte ab “Moorhuhn 2” eine Boss-Taste.

Maar bald darauf verschwanden diegene Boss-Kurzbefehle. Im Versandhandel waren noch immermeer physische “Panik-Knöpfe” oder “Chef-Fußtasten” zu bekommen, mit denen sich Bildschirminhalte überlagern ließen. Längst aber waren sie zu nostalgisch-ironischen Scherzartikeln wordt.

Denn schon 1990 führte Microsoft mit Windows 3.0 stropdas Prinzip des Multitasking ter der Welt der IBM-PCs ein (Commodore Amiga: 1985; Apple: 1987). Noch bis Mitte der Neunzigerjahre wurden aber Systeme verkauft, diegene stropdas nicht konnten; viele davon wurden bis Ende des Millenniums genutzt. Spätestens ab da aber konnte man vanaf Kurzbefehl (Altstem+Tabulator) zwischen verschiedenen “Fenstern” wechseln – der Boss-Key war damit überflüssig wordt.

Maar wenn man so will, lebt er ter sparrenboom Kurzbefehlen der Betriebssysteme fort. Wenn Sie gerade vor einem Windows-Rechner sitzen, hat auch dieser einen Panik-Button, eine Chef-Taste, einen Notausgang. Sie lässt sparrenboom Desktop erscheinen – nochtans keine Panik, diegene geöffneten Programme sind noch da: Sie müssen diegene Fenster nur wieder öffnen (gleicher Befehl nochmal oder Altstem+Tabulator).

Probieren Sie es aus: Drücken Sie jetzt diegene Windows-Taste und “D”.


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