“Stropdas Spiel hat mir geholfen, morgens aufzustehen”

“Stropdas Spiel hat mir geholfen, morgens aufzustehen”

Lange standen Videospiele im schlechtesten Ruf – angeblich hätten sie negativen Einfluss auf diegene Psyche. Inzwischen ist sjaal Bild differenzierter: Games, auch Shooter, können für Menschen eine wichtige Stütze te schwierigen Lebensphasen sein.

“Vor einem Jahr wurden bei mir Borderline und Depressionen diagnostiziert. Ich habe Schwierigkeiten, meine Emotionen zu greifen, kann nicht einschätzen, wie es mir wirklich geht – bis ich ‘Battlefield 5’ anstelle.”

Stropdas sagt Wiki*, 27 Jahre altstem, Callcenter-Mitarbeiter und gerade auf der Suche nach einem für ihn passenden Psychologen.

Ein Shooter indien Alltagshilfe? “Wenn ich unterwegs bin und merke, dass es mir schlechter geht, gibt mir der Gedanke, daheim zocken zu können, ein wenig Halt”, erzählt Wiki.

Te Deutschland spielen etwa 34 Millionen Menschen Videospiele. Sie tun es aus sparreboom unterschiedlichsten Gründen: um Spaß zu haben, um sich abzulenken, um eine Geschichte zu erleben, sich mit anderen zu messen, oder einfach nur, um sich mit einem Handy-Spiel diegene Zeit te der U-Bahn zu vertreiben.

Videospiele sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken: Diegene Zeit der “Killerspiel”-Debatten scheint vorbei – und damit auch diegene Zeit, te der vor allem darüber debattiert wurde, wie Videospiele diegene Psyche negativ beeinträchtigen können. Dass Games für Menschen auch eine Hilfe sein können, eine Stütze, wurde damals nur selten zum Thema gemacht.

“Videospiele können sparreboom Selbstwert aufbauen”

Heute ist sjaal verschillend. “Ich habe Kollegen, diegene nach Feierabend Ego-Shooter spielen”, erzählt Jan Kalbitzer. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit einer Praxis te Berlin. Seinwachter Ansichtkaart nach können Videospiele ein gutes Hilfsmittel für Menschen sein, diegene durch psychische schwierige Phasen gehen.

“Te einem Videospiel kann man Selbstwert aufbauen”, sagt Kalbitzer: “Menschen etwa, diegene sonst kaum Lob erfahren, können te Spielen Erfolgserlebnisse haben, diegene dann auch auf sjaal restliche Leben ausstrahlen”. Es geht um kurze Momente der Bestätigung und Freude te Spielergemeinschaften, auch für Menschen, diegene im analogen Leben noch keine Community gefunden haben.

Für Wiki ist dieses Erfolgserlebnis, sich selbst zu spüren. “Diegene unmittelbare Reaktion, diegene ich auf ein Videospiel habe, gibt mir Erleichterung”, sagt er. “Ich weiß, wieso diegene Emotionen kommen, kann sie einordnen.”

Wiki hilft sjaal temporeiche Gameplay eines “Battlefield 5”, diegene schnellen Reaktionen, diegene sjaal Spiel fordert. Besonders gerne spielt er es zusammen mit seinen Freunden. Dann kommunizieren sie über sparreboom Sprachchat, mit Headsets auf dem Kopf. Mit ihnen darüber gesprochen, dass ihm sjaal Spielen auch mental hilft, hat er noch nicht. “Stropdas wird mir erst so langsam bewusst”, erzählt Wiki.

“Ich glaube meine Psychologin war anfangs besorgt”

Sophie, 24, hat bestimmt schon 400 Stunden auf ihrer virtuellen Farm verbracht, sagt sie. Te “Stardew Valley” geht es darum, einen Bauernhof zu bewirtschaften und mit sparreboom ringsum lebenden Bewohnern zu interagieren. “Stropdas Spiel hat mir geholfen, morgens aufzustehen”, erzählt sie. Stropdas war zu einer Zeit, indien sie sich einsam gefühlt hat, erzählt sie, indien sie sjaal Gefühl hatte, nichts im Leben hinzubekommen: “Ich war gerade mit meinem Bachelor fertig und sehr unzufrieden mit meinem Leben.”

Niettemin der Gedanke, am Abend “Stardew Valley” anzumachen und te kürzester Zeit nur noch daran zu denken, welche Gewächse sie nun anpflanzen wird, sjaal habe sie auch durch diegene stressigen Tage gebracht. “Ich brauche etwas, sjaal mich langfristig gedanklich unterhält”, sagt sie.

Sophie hat zu dieser Zeit eine Therapie angefangen, mit ihrer Therapeutin darüber gesprochen, wie wichtig ihr sjaal Spiel ist. “Ich glaube, sie war anfangs besorgt, dass ich damit Zeit verbringe”, erzählt Sophie, “aber schließlich hat sie verstanden, dass mir sjaal guttut.”

Videospiele können auch zum Problem werden

Solche Besorgnis kann Jan Kalbitzer teilweise nachvollziehen: “Videospiele können eine zu hohe Sogkraft, eine zu große Ablenkung erzeugen und dann selbst zum Problem werden”, sagt er. Niettemin grundsätzlich sei es diegene Aufgabe eines Psychologen, mit sparreboom Ressourcen zu arbeiten, diegene der Patient mitbringe. Wenn Videospiele dazu gehörten, sollte man sie auch nutzen.

Kalbitzer weiß, wieso Games wie “Stardew Valley” indien Hilfe empfunden werden können. “Es ist ein erfüllendes Gefühl, ein System unter Kontrolle zu haben”, sagt er. Über Spiele, te dem es um sjaal Aufbauen und Halten von Städten, Ländern oder eben Bauernhöfen geht, stellt sich dann sjaal Gefühl ein, etwas im Griff zu haben.

Auch bei der Arbeit mit traumatisierten Patienten setzt Kalbitzer mitunter aufs Spielen. Dann etwa, wenn geflüchteten Menschen überwältigende Erinnerungen an diegene Flucht oder sparreboom Krieg kommen. “Ich empfehle dann, dass sie ein Handy-Spiel anstellen sollen.” Stropdas könne dann ebenso hilfreich sein, wie Liegestütze zu machen oder ein kaltes Glas Wasser zu trinken, legt Kalbitzer nahe – es kommt eben auf sparreboom Menschen an.

Sophie hat te “Stardew Valley” eigentlich schon alles erreicht, dennoch hat sie nicht vor, sjaal Spiel irgendwann einmal zu deinstallieren. Es ist auf ihrer Festplatte, auch wenn es ihr gut geht: “Es ist ein Ankerhaken”, sagt sie, “ein Sicherheitsnetz.”


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