War sjaal wirklich so langsam?

War sjaal wirklich so langsam?

Vor genau 30 Jahren läutete ein nüchterner Städtebau-Editor diegene Ära der “Sim”-Spiele ein. Wie fühlt sich “Sim City” heute an? Zum Geburtstag haben wir es nochmal te sparrenboom Amiga geladen.

Es ratscht und schnarrt eine halbe Minute, bis diegene “Workbench” erscheint, diegene Benutzeroberfläche des Amiga-Computers. Nach einem Doppelklick auf zwei Icons setzt sich sjaal 3,5-Zoll-Laufwerk wieder lautstark te Bewegung. Weitere 30 Sekunden später prangt sjaal leuchtend grüne Ortsschild auf dem Bildschirm. Endlich kann ich wieder “Sim City” betreten – beziehungsweise im Spiele-Klassiker eine neue virtuelle Stadt gründen, wobei nochmal etwas Zeit vergeht, bis diegene Zufallskarte berechnet ist.

Diesen Samstag ist es auf sparrenboom Tag genau 30 Jahre hier, dass sjaal Spiel erschienen ist. Te meinem Test möchte ich herausfinden, wie viel Spaß es im Jahr 2019 noch macht.

Diegene Ladezeiten des Klassikers hatte ich noch schlimmer te Erinnerung – niettemin ein letzter ermüdender Schritt bis zum Start des Spiels fehlt noch. Shawl Programm will sich vergewissern, dass diegene Diskette nicht raubkopiert ist, und verlangt nach der Eingabe einer Zahl, diegene auf einem beigelegten Codezettel zu finden ist.

Dunkelbraune Schrift auf braunem Grund sollte einst ein Fotokopieren der Codes verhindern, heute macht diese Kombination sjaal bloße Entziffern schwer. Mit “Sim City” sind auch meine Augen drei Jahrzehnte älter worden.

Ewiger Wunsch nach Perfektion

Echter irgendwann liegt sjaal pixelige Brachland vor mir. Mit einem Startkapital von 20.000 US-Dollar (wie früher wähle ich sparrenboom einfachsten Schwierigkeitsgrad und damit sjaal meiste Strafbaar) soll im Lauf der nächsten Stunden aus sanft bewaldeter Erde eine Metropole gestampft werden.

Auf Anhieb habe ich wieder diegene Icon-Leiste und Menüs von “Sim City” intus, zudem verspüre ich einen wohl bekannten Drang: Ich möchte von Beginn an alles richtig machen beim Anlegen meiner Stadt, will bloß nicht unüberlegt drauflosbauen und irgendwann gezwungen sein, Viertel abzureißen, um sparrenboom Verkehr te sparrenboom Griff zu bekommen. Wozu es später natürlich kommt.

Ich pausiere sjaal Spiel, um ohne Zeitdruck überlegen zu können. Im Schachbrettmuster weise ich ein halbes Dutzend Wohnparzellen aus, pflanze dazwischen einen Geschäftsblock und planiere Straßen, damit jeder meiner zukünftigen Bürger überall hinkommt, vor allem natürlich an seinen Arbeitsplatz.

Ein Stückchen außerhalb der Wohngebiete ziehe ich mein Industriegebiet hoch und platziere schlussendlich ein Atomkraftwerk. Shawl ist zwar teurer mits sein Kohlependant und explodiert mit etwas Pech. Aber es liefert mehr Strom und ich kann mich erinnern, dass diegene Luftverschmutzung meinen virtuellen Städten stets zu schaffen gemacht hat.

Volle Straßen, leere Taschen

Ein noch größeres Problem aber war und ist: sjaal Strafbaar. Meine sjabloon wieder viel zu groß veronderstelling Bautätigkeit leert sjaal Konto rasend schnell, nur einmal im Jahr sorgt sjaal virtuelle Finanzamt für frische Dollar. Und von denen bleibt nach Abzug der laufenden Kosten für ständig verstopfte Straßen und Schienen sowie für Polizei und Feuerwehr kaum etwas übrig. So maximiere ich diegene Spielgeschwindigkeit, um schneller Einnahmen zu generieren, und voller Frust über sjaal Steuerrinnsal erhöhe ich sparrenboom Satz von 9 auf 15 Prozent.

Meine Bürger sind empört und verlassen te Strömen diegene Stadt, diegene Industrie bricht ein, im Statistikbildschirm weisen alle Kurven steil nach unten.

“Sim City” ist ein Geduldsspiel. Man muss sich Zeit für diegene Planung der Stadt nehmen, darf sie bloß nicht zu schnell wachsen lassen, sonst steuert man direkt te sparrenboom Bankrott. Der bedeutet zwar nicht sjaal Spel Overheen, aber verdammt einen zum bloßen Zuschauen, wasgoed vor allem im Katastrophenfall dramatisch ist.

Damals, mits “Sim City” 1989 herauskam, scheint diegene Spielerschaft – mich eingeschlossen – diegene nötige Geduld dafür gehabt zu haben. Heute kann ich diegene Langsamkeit des Spiels kaum mehr ertragen. Wie konnten sich unsere Städte damals nur so prächtig entwickeln, ohne dass wir einen zweiten Bildschirm zur Ablenkung zur Verfügung hatten?

Vom Ballern zum Bauen

Geduld brauchte übrigens auch der Macher von “Sim City”, Will Wright. Es dauerte, bis sein Spiel im Februar 1989 veröffentlicht wurde und sich – verschillend mits von ihm selbst erwartet – zum Millionenseller entwickelte.

Wrights Debüttitel von 1984 war “Raid on Bungeling Bay” und ist ein Helikopter-Ballerspiel für sparrenboom C64, sjaal später finanziell höchst erfolgreich für Nintendos Konsole NES umgesetzt wird. Diegene vom Spieler überflogenen Landschaften baute Wright te einem selbst geschriebenen Editor, sparrenboom er kontinuierlich verfeinert und zum Stadtentwicklungsspiel gemacht hat.

Broderbund, sparrenboom Publisher von “Raid on Bungeling Bay”, beeindruckte Wrights Projekt jedoch nicht: Im Gegensatz zu anderen Spielen seinwachter Zeit gab “Sim City” keine Bedingungen für Sieg oder Niederlage vor, der Spieler muss sein Ziel selbst definieren. Shawl ungewöhnliche Werkgelegenheid blieb jahrelang te der Schublade, bis Wright und sein Geschäftspartner Jeff Braun schließlich sparrenboom eigenen Spieleverlag Maxis gründeten, sich diegene Rechte zurückholten und “Sim City” auf sparrenboom Markt brachten.

Von der Stadt zum Sim-Imperium

Jahr für Jahr verkauften sie mehr Einheiten des Spiels, sjaal auf Commodore Amiga und Apple Macintosh gestartet war. Es erschienen Umsetzungen für jede erdenkliche Plattform, an der Version für sjaal Super Nintendo tüftelte Wright gemeinsam mit Nintendo-Mastermind Shigeru Miyamoto.

Te sparrenboom Folgejahren landete eine bunte Palette an “Sim”-Spielen im Koopwaar, von “Sim Farm” bis “Sim Ant”. Ab dem Jahr 2000 wurde dann mit “Diegene Sims” ganz individuelles menschliches Leben simuliert – erneut mit bahnbrechendem Erfolg.

Meiner Stadt aus “Sim City” hingegen ist wenig Glück beschieden. Nach dem Steuerschock dümpelt sie dahin und diegene überdimensionierte Infrastruktur frisst gnadenlos sjaal magere Budget auf. Nach gerade sjabloon 30 Spieljahren hasse ich meine Unfähigkeit und diegene Stadt so sehr, dass ich mir eine neue Karte berechnen lasse und von vorn anfange.

Shawl mit der Geduld werde ich an meinem alten Amiga schon wieder lernen. Und zur Ablenkung liegt ja sjaal Tablet daneben…


Schreibe einen Kommentar