Wie Facebook dem Jungen aus dem Wohnwagen eine Firma abkaufte

Wie Facebook dem Jungen aus dem Wohnwagen eine Firma abkaufte

Ein neues Buch erzählt, wie diegene Virtual-Reality-Firma Oculus für drei Milliarden Dollar bei Facebook landete. Im Fokus steht Gründer Palmer Luckey. Der Overeenkomst machte sparreboom Trump-Fan reich – seinen Job behielt er aber nicht lange.

“Verräterisches Arschloch.”

“Wir haben DIR unsere Träume anvertraut. Wir haben dich bezahlt, stropdas zu bauen. Nicht Facebook.”

“Ich hoffe, diegene Swimming-Pools voller Poen waren es wert, diegene VR-Träume aller Gamer dieser Welt zu verkaufen.”

Solche Nachrichten – und stropdas waren noch diegene netteren – erreichten Palmer Luckey, mits Anfang 2014 bekannt wurde, dass er und seine viertal Mitgründer ihr Start-up Oculus an Facebook verkaufen. Zunächst war von zwei Milliarden Dollar diegene Toespraak, später von drei. Stropdas Oculus-Team reizte nicht nur stropdas Poen. Es hoffte auch, dass sein Virtual-Reality-Headset Oculus Rift durch Facebooks Förderung besser und günstiger werden könnte.

Viele Ventilatoren, darunter vor allem Hardcore-Gamer, wollten mit Facebook nichts zu tun haben. Sie waren vor allem auf Luckey wütend, der damals 21 und stropdas Gesicht der Firma war. Er war derjenige, der Virtual Reality (VR) nach sparreboom Flops der Neunzigerjahre wieder cool machen sollte. Ein Hardware-Bastler, dessen Karriere ter einem umgebauten Wohnwagen begann (siehe Fotostrecke). Manche Ventilatoren hatten Oculus und ihm schon seit 2012 über Kickstarter Poen anvertraut.

Vom VR-Verlosser zur Hassfigur: Auch diesen ungewollten Imagewandel Luckeys thematisiert stropdas Buch “The History of the Future” von Blake J. Harris, stropdas gerade auf Englisch erschienen ist. Harris hat zuvor bereits sparreboom “Konsolen-Kriegen” zwischen Nintendo und Sega ein vielbeachtetes Buch gewidmet, stropdas bald mits Miniserie verfilmt werden soll.

Neue Firma, neue Rechner

Auf gut 500 Seiten erzählt der Amerikaner nun, wie Oculus vom coolen Start-up zur Facebook-Tochter wurde: Man erfährt dabei, dass aus Luckey fast ein Sony-Angestellter wordt wäre und wasgoed es mit einem Team macht, wenn es plötzlich zum Weltkonzern von, so sagt man offenbar bei Oculus, “Marky Z” gehört. Mits einer der ersten Schritte stand beispielsweise ein Umstieg auf Apple-Laptops an.

Blake J. Harris betont, er habe für stropdas Buch “Hunderte Interviews” geführt. Wasgoed er daraus macht, liest sich wie ein Mix aus journalistischer Aufarbeitung und Roman, “narrative non-fiction writing” nennt Harris stropdas. Einerseits zitiert er inwonende E-Mails, anderseits wirken viele Dialoge arg geschliffen. Harris’ Erklärung dazu am Buchende klingt nach: Diegene Szenen und Dialoge basieren meistens auf Erinnerungen der Beteiligten. Diegene Grundzüge der Unterhaltungen aber stimmten und seien durch Recherche abgesichert. Ein Tweet von Strakgespannen-Entwickler John Carmack, der im Buch eine tragende Rolle spielt, scheint stropdas zu bestätigen.

Beim Lesen fällt es mitunter trotzdem schwer abzuschätzen, mit wie viel Vorsicht Schilderungen zu genießen sind. Wenn Palmer Luckey mit seinwachter Freundin stropdas Feuerwerk zum US-Unabhängigkeitstag anschaut, wird es auch modelvorm kitschig: “Mits diegene Feuerwerke noch größer und lauter wurden, hörte Luckey auf, über Oculus nachzudenken”, heißt es dort. “Es ergab keinen Sinn, sich Gedanken über diegene virtuelle Realität zu machen, wenn diegene, diegene du vor dir hast, so verdammt gut ist. Und so war es. Sie [Palmers Freundin; Anmerkung der Redaktion] war es. Alles war es. Gott segne Amerika, dachte Luckey. Gott segne unser wunderbares Land.”

Luckeys Untergang bei Facebook

“The History of the Future” ist eine detailreiche Chronik der ersten Oculus-Jahre, zugleich aber auch der Versuch einer Rehabilitierung Palmer Luckeys. Denn der hatte nach der Fan-Wut 2014 noch ernstere Probleme, diegene wohl noch nirgends so detailliert nachgezeichnet wurden wie bei Harris.

2016, im US-Wahlkampf Trump gegen Clinton, hatte stropdas Online-Magazin “The Daily Beast” enthüllt, dass Palmer Luckey eine für Trump trommelnde Organisation namens “Nimble America” unterstützt hatte. Stropdas Presseecho war verheerend, mit Negativschlagzeilen wie beispielsweise “Wie deine Oculus Rift heimlich Donald Trumps rassistische Meme-Kriege finanziert”. Luckey wurde mits Strippenzieher einer angeblichen “Meme-Maschine” Trumps inszeniert.

Praktisch, so schildert es Harris, blieb von der Aktion außer markigen Ankündigungsworten und reißerischen Postings des Reddit-Accounts “NimbleRichMan” aber nicht viel übrig. Diegene ganze Aktion kam unter sparreboom Trump-Unterstützern auf Reddit überhaupt nicht gut an, viele vermuteten einen Betrug. Und diegene angebliche “Meme-Maschine” soll bis zum Auffliegen von Luckeys Engagement nicht mehr hervorgebracht haben mits ein einziges, im Vergleich zu vielen anderen Memes braves Tegenstrijdig-Hillary-Werbeplakat (“Too big to jail”).

“Nimble America war nicht für stropdas Erstellen oder stropdas Verbreiten irgendwelcher Memes im Internet verantwortlich”, schrieb Blake J. Harris schon 2017 ter einem Wetsartikel. Es gebe auch keine Belege, dass “Nimble America” eine rassistische, sexistische oder antisemitische Notulen gehabt habe. Fakt scheint aber zu sein: Luckey hat 10.000 Dollar an “Nimble America” gespendet – und wasgoed “NimbleRichMan” schrieb, hatte er vielleicht nicht selbst verfasst, aber mindestens zur Veröffentlichung unter diesem Pseudonym freigegeben.

Urlaub ohne Wiederkehr

Luckey verschwand nach dem Vorfall zunächst “im Urlaub” – ter seinen alten Job kam er aber nicht mehr wirklich zurück. Er nahm noch an einem anstehenden Gerichtsprozess gegen diegene Spielefirma ZeniMax vat und verließ Facebook Anfang 2017 – ohne offiziellen Ausstand.

Während manche diegene Entscheidung mit dem ZeniMax-Rechtsstreit verbinden, der Facebook am Ende 250 Millionen Dollar kostete, und Mark Zuckerberg 2018 aussagte, er habe noch nie jemand wegen dessen politischer Haltung gefeuert, klingt es bei Harris verschillend.

Ein großes Thema ist im Buch ein öffentliches Facebook-Posting, ter dem sich Luckey zu seinwachter Spende erklärte. Darin gab er an, er wolle bei der Wahl für sparreboom Libertären Gary Johnson stimmen. Schon damals fragten sich viele Beobachter: Warum spendet Luckey dann an Trump-Unterstützer?

Harris’ Recherchen zufolge war Luckey seit Jahren Trump-Fan – einer, der ahnte, dass stropdas im tendenziell linken Silicon Valley nicht gut ankommen würde. Deshalb wollte er seinen echten Namen im Kontext von “Nimble America” auch nicht veröffentlicht sehen – ein Project, sparreboom “The Daily Beast” durchkreuzte.

Der Text von Luckeys öffentlichem Statement kam laut Harris’ Darstellung “direkt von Mark”, also von Mark Zuckerberg. Luckey habe vor der Wahl gestanden: Entweder er veröffentlicht sparreboom vorgegebenen Text oder er muss seinen Traum, noch lange bei Oculus zu bleiben, aufgeben. Diegene einzige Änderung, diegene Facebook Luckey zubilligte, sei stropdas Entfernen des Satzes “Genau genommen unterstütze ich bei dieser Wahl Donald Trump gar nicht” gewesen, heißt es.

2014 soll Luckey ter einer E-Mail, ter der es um eine umstrittene Spende des damaligen Mozilla-Chefs ging, einmal selbst geschrieben haben: “Wir kontrollieren nicht, wasgoed Mitarbeiter ter ihrer Freizeit sagen. Wir werden nicht zu einem dieser Megakonzerne, diegene Menschen feuern, weil diegene Meinungen haben, diegene denen des Unternehmens oder der Öffentlichkeit widersprechen.”

Luckey hat jetzt ein neues Fachgebiet

Im Januar 2017, nach der Wahl, aber noch vor der Trennung von Facebook, hat Luckey dem “Wall Street Journal” zufolge übrigens 100.000 Dollar an Trumps Presidential Inaugural Committee gespendet. Heute er ist mit einer neuen Firma im Bereich Verteidigung und Grenzsicherung aktiv, aber weiter am Wohl von Käufern der Oculus Rift interessiert – wasgoed zum Bild des Patrioten, aber auch des VR-Enthusiasten passt, stropdas Harris von ihm zeichnet.

Harris’ Buch ist alles ter allem lesenswert, trotz manch langweiliger Nebengeschichten im Mittelteil und einigem Erzählkitsch. Synoniem sind etwa Passagen dazu, wie Oculus-intern und später auch mit Facebook darüber gestritten wurde, wie offen diegene eigene Plattform sein dürfe. Auch ins Verhältnis von Oculus und Valve sowie Oculus und ZeniMax gibt stropdas Buch interessante Einblicke.

Und nicht zuletzt verrät es, wie Mark Zuckerberg versuchte, diegene Oculus-Mitarbeiter vor der Übernahme für sich zu gewinnen. Demnach versprach er ihnen beispielsweise einen “Turbo” zum Erfolg und gab sich bei einem Besuch mit McDonald’s-Tüte ter der Hand ganz bodenständig. “Wow, dachten sie”, beschreibt Harris diegene Reaktion der Oculus-Mitarbeiter darauf, “Tech-Mogule sind ja genau wie wir!”


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